Zweite Jahreskonferenz des Bodensee Innovationsclusters „Digitaler Wandel“

08.10.2019

Diesmal drehte sich alles um die Themen „Digitales Nachhaltigkeitsmanagement“ und „Lebenslanges Lernen und Technologie-Akzeptanz“

Ein Jahr nach seiner Gründung hat sich das Bodensee Innovationscluster „Digitaler Wandel“ (BIC) der ZU in seiner eintägigen Jahreskonferenz mit den Themen „Digitales Nachhaltigkeitsmanagement“ und „Lebenslanges Lernen und Technologie-Akzeptanz“ auseinandergesetzt. Die Konferenz auf dem ZF Campus der ZU führte mehr als hundert Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Sie bot die Möglichkeit des direkten Dialogs, diente der Förderung eines gemeinsamen Verständnisses und bildete die Basis des gemeinsamen Umgangs mit Herausforderungen und Chancen der Digitalen Transformation.


Gastgeber der Konferenz waren das Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) an der ZU sowie das Kuratorium des BIC, bestehend aus KPMG AG, Rolls-Royce Power Systems AG, SAP SE und der ZEPPELIN GmbH. Diese Zusammenarbeit von Forschungseinrichtung und Unternehmen verschiedener Branchen, betonte Prof. Dr. Josef Wieland, Direktor des LEIZ und Vizepräsident Forschung an der ZU, ermögliche die einmalige Chance des Austauschs und der Vernetzung von bestehendem Wissen. Und „Kooperation und Vernetzung werden zu Kernkompetenzen in Zeiten Digitaler Transformation“, wie er in seiner Eröffnungsansprache erklärte. In Vorträgen berichteten Carlo Bevoli, Geschäftsführer von SAP Sustainability Lab Markdorf, Jens Schomburgk, Head of Human Ressources bei Airbus Defense and Space, und Dr. Alois Flatz, Mitgründer des Dow Jones Sustainability Index, über ihre Erfahrungen im Umgang mit Herausforderungen sowie die Möglichkeiten neuer Geschäftsmodelle innerhalb des digital getriebenen Strukturwandels und wagten einen Blick in Richtung Zukunft.


Der intensive Dialog zwischen Experten, Unternehmern und Wissenschaftlern bot den Teilnehmenden zudem Gelegenheit, bestehendes Wissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und Annahmen zu hinterfragen. Dabei gelang es, außerhalb von Unternehmensgrenzen und -politik Herausforderungen und Potenziale zu identifizieren, zu diskutieren und gemeinsam die Bedeutsamkeit für bestehende sowie zukünftige Geschäftsmodelle zu erarbeiten. Den Abschluss der Konferenz bildete schließlich eine Podiumsdiskussion, die den Transformationsprozess in seiner Gänze beleuchtete und die Bedeutung der gegenseitigen Zusammenarbeit im Umgang mit der Digitalen Transformation herausstellte.


Die Jahreskonferenz und ihre umfangreichen Ergebnisse bilden zugleich Anknüpfungspunkt und Auftakt der Arbeit von Innovationskreisen, in denen der kontinuierliche Austausch zu den Schwerpunkten fortgeführt werden soll. In diesem Herbst werden diese Innovationskreise die Themenfelder „Digitales Nachhaltigkeitsmanagement“ und „Lebenslanges Lernen und Technologie-Akzeptanz“ bearbeiten. Ein Innovationskreis zum Thema „Cybersecurity“ hat bereits im Frühjahr seine Arbeit aufgenommen.


Gegründet wurde das BIC 2018 vor dem Hintergrund, dass die Bodenseeregion als eine der innovativsten Technologieregionen Europas über umfangreiches Wissen zu den Rahmenbedingungen, Konsequenzen und vor allem Chancen im Zusammenhang mit der Digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft verfügt. Es zielt deshalb gemeinsam mit seinen Kuratoren auf die Vernetzung von bestehendem Wissen und die Förderung der Zukunftsfähigkeit der Region. Somit begründet das Cluster zum einen ein erweitertes Netzwerk vor Ort, das neben gemeinsamer Erarbeitung von Wissen auch Synergieeffekte und Best Practice-Betrachtungen zulässt. Zum anderen steht es für die gemeinsame Weiterentwicklung und Förderung der Bodenseeregion durch die regelmäßige Organisation von Veranstaltungen und Moderation.