Online-Vortragsabend zum „Equal Pay Day“

03.03.2021

Dr. Christina Boll, Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik am DJI in München, spricht am 10. März über „Hat Einkommen ein Geschlecht?“

Anlässlich des „Equal Pay Day“, des internationalen Aktionstags für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, laden ZUund Landratsamt Bodenseekreis am Mittwoch, 10. März, zu einem Vortrags- und Diskussionsabend im Online-Format ein. „Hat Einkommen ein Geschlecht?“ heißt es ab 18 Uhr, wenn Dr. Christina Boll über Wege zur Überwindung der Lohnlücke spricht.


Der Termin ist präzise gewählt: Bis zum 10. März müssen Frauen in Deutschland in diesem Jahr quasi zusätzlich arbeiten, um gleich viel Geld zu verdienen, wie Männer bereits am Ende des Vorjahres erhalten haben. Der durchschnittlich geringere Verdienst von Frauen hat vielfältige Ursachen. Typische Frauenberufe sind schlechter bezahlt als vergleichbare Männerberufe, Anforderungen und Belastungen werden mit zweierlei Maß gemessen. Der Fahrer, der die Wäsche eines Pflegeheims transportiert, erhält beispielsweise eine Schmutzzulage, die Altenpflegerin, die täglich diese Wäsche wechselt, aber nicht.


Die Referentin Dr. Christina Boll leitet derzeit am Deutschen Jugendinstitut in München die Abteilung Familie und Familienpolitik, davor war sie Forschungsdirektorin am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. In zahlreichen Publikationen beschäftigt sie sich unter anderem mit den Ursachen und Folgen des Gender Pay Gap, mit Entgelttransparenz und den typischen Besonderheiten in den Erwerbsbiografien von Frauen. In ihrem Vortrag geht sie den Ursachen der Ungleichbezahlung von Männern und Frauen nach, spricht über Instrumente, die mehr Lohngerechtigkeit schaffen sollen, und über die Chancen, die die Covid-19-Pandemie dazu bietet. Organisiert und moderiert wird der Abend von den Gleichstellungsbeauftragen des Bodenseekreises, Veronika Wäscher-Göggerle, und der ZU, Katrin Staudinger.


Weitere Informationen und Zugang zur Online-Veranstaltung unter zu.de/veranstaltungen